Global Cooperation Council
Vorstand Mitgliedschaft Spenden Satzung Kontakt
Deutsch English
News Unsere Veranstaltungen Wandel durch Handeln Persönlichkeiten Dokumente & Analysen Links Deutsch English

25 Jahre Nord-Süd-Dialog
1983-2008

Das 25jährige Jubiläum des Nord-Süd-Forum e.V., seit 1997 Global Cooperation Council (Nord-Süd-Forum) e.V. findet 25. Februar 2008 in Bonn, dem Ort seiner Gründung statt. Hier jedoch als Gedenktag wohl zum letzten Mal, da der Vorstand den Beschluss der Verlegung nach Berlin schon vorbereitet hat und mit den dortigen politischen Gegebenheiten ein neues Kapitel für die Tätigkeit des Vereins aufschlagen wird.

Zielsetzungen

Verständigung durch Dialog, unter Einbeziehung von Vertretern aus den Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas, war und ist das ausdrückliche Ziel des Vereins, der gemeinsam von deutschen und ausländischen Journalisten, Ministerialbeamten und Diplomaten ins Leben gerufen wurde.

Rückblickend ist festzustellen, dass in den letzten 25 Jahren 266 Öffentliche Veranstaltungen und Seminare mit dafür gewonnenen, wechselnden Partnern stattgefunden haben. Dabei suchte der Verein sein Ziel dadurch zu verwirklichen, dass er Themen von globalem Interesse in den Mittelpunkt rückte. Die Verbreitung der Diskussionsergebnisse erfolgte zusätzlich durch Publikationen und elektonische Newsletter.

Bei diesen Veranstaltungen  waren internationale Gäste, Ministerialbeamte, NGO-Vertreter, Journalisten und Vertreter von UN-Organisationen zugegen, um "die Gegenwart im Lichte der Vergangenheit mit Augenmerk auf die Zukunft unter die Lupe zu nehmen", wie der langjährige 1. Vorsitzende, Ramesh Jaura es einmal ausdrückte.

Anpassung an global-politische Veränderungen

Mit der Umbenennung Anfang 1997 in 'Global Cooperation Council (Nord-Süd-Forum) e.V.' – kurz GCC Forum - wollte der Verein den weltpolitischen Veränderungen Rechnung tragen, die seit Ende des Kalten Krieges eingetreten waren und ein Umdenken verlangten. Anstelle von militärischer Sicherheit sollte die globale menschliche Sicherheit das Denken und Handeln bestimmen.

Zu den Gastrednern zählten Leiterinnen und Leiter von UN-Organisationen wie UNDP, UNV, UNFCCC und UNCCD, Außen- und Finanzminister aus mehreren Staaten Afrikas, Asiens und Lateinamerikas sowie Botschafter dieser Länder, Generalsekretäre von regionalen Organisationen aus Afrika und Lateinamerika, Bundesminister sowie andere Vertreter der Bundesregierung, Parlamentarier und namhafte Akademiker und Experten.

Stürmische Zeiten

Als das damalige Nord-Süd-Forum gegründet wurde, war die von Helmut Kohl geführte CDU-FDP Regierung noch nicht ein halbes Jahr an der Macht. Nach dem Bruch der sozial-liberalen Koalition war Helmut Schmidt mit einem konstruktiven Misstrauensvotum als Bundeskanzler abgewählt worden. "Es waren stürmische Zeiten – gekennzeichnet durch eine Zuspitzung des Ost-West-Kalten-Krieges und nie da gewesene Friedensdemonstrationen gegen die Stationierung von Pershing II- und Cruise-Raketen",  gibt Mitbegründer, Ramesh Jaura, zu bedenken. Aber auf dem Feld der internationalen Zusammenarbeit  war einiges in Gang gekommen. Der zweite Bericht der von Willy Brandt geleiteten Nord-Süd-Kommission 'Hilfe in der Weltkrise' war gerade erschienen.

Chance für eine neue Zivilisation

"Wir brauchen Mut und Phantasie; wir müssen zusammenarbeiten und alle Engstirnigkeit überwinden; und wir müssen kühne Schritte unternehmen, hier und jetzt... Ein neues Jahrhundert steht bevor und mit ihm die Chance für eine neue Zivilisation", zitierte Jaura, Brandts Appell an die Weltöffentlichkeit und an die Regierungen und erinnerte daran, dass bereits Anfang 1983 der SPD-Politiker auf die Chance für eine neue Zivilisation hingewiesen hatte.

"Aber arbeiten wir tatsächlich zugunsten einer neuen Zivilisation – einer Zivilisation, in der die globale menschliche Sicherheit im Mittelpunkt steht? Oder bleibt eine solche  - weltweite - Zivilisation pure Utopie?" Der Vorstand des GCC-Forum verhehlt hier nicht seine Bedenken. "Das ist keinesfalls pessimistisch gemeint. Es ist eher ein nüchterner Blick auf die Gegenwart im Lichte der Vergangenheit mit Augenmerk auf die Zukunft, die sich immer mehr der Utopie annähern muss“, so sieht es der Vorsitzende des GCC-Forums. im 25. Jahr der Aktivitäten. Da gilt es unermüdlich weiter zu machen, nach einem kurzen Innehalten, bei dem auch etwas Freude und Feierstimmung aufkommen darf.

im Februar 2008

Pressemitteilung